In konjunkturell unsicheren Zeiten gibt es ihn: den Run auf das Gold. Man malt sich Untergangsgedanken aus, hört auf dubiose Finanzberater und sehnt sich nach einer stabilen Währung.
Den Laien ist nach Ansichten von Fachleuten jedoch nicht geraten sich auf das Edelmetall zu verlassen. Dafür gibt es vier Gründe:
- Der Dollar hat einen direkten Einfluss auf den aktuellen Goldwert, da Gold in dieser Währung gehandelt wird. Er hat seine Schwächephase jedoch noch immer nicht überwunden. Für nur einen Euro bekommt man derzeit knapp 1,5 US-Dollar. Geht man davon aus, dass ein Produkt in den USA 20$ und in Europa 20€ kostet, und ignoriert man Wechsel- und Zollgebühren, dann hätte ein Europäer knapp 67% Preisersparnis, würde er auf dem US-Markt einkaufen. Umgekehrt hätte der Amerikaner genau diese Einbußen.
- Der Vergangenheit zeigt, dass der Goldwert großen Schwankungen unterliegt. Ein hoher kontinuierlicher Anstieg kann schon den nächsten Tag einen schnellen Abstieg bedeuten. Allen Nicht-Wirtschaftsexperten ist es schwierig das vorauszusehen.
- Eben weil der Goldwert täglichen Schwankungen unterliegt, ist es kaum möglich zu beurteilen, ob man sein Gold zu fairen oder überteuerten Konditionen erstanden hat.
- Gold mag in absoluten Krisenzeiten eine der sichereren Wertanlagen sein, allerdings hat sie nicht nur den Nachteil, dass Währungen ein Vielfaches mehr wert sein können, sondern dass sie absolut keine Zinsen abwirft.
Wen diese Argumente nicht verunsichern und wer dennoch in Gold investieren möchte, sollte darauf achten, dass er sich von einem möglichst unabhängigen Finanzexperten beraten lässt (nicht bei der Hausbank) und nur einen kleinen Teil des Vermögens anlegt.
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