Carsharing

Wissen Sie eigentlich, was ihr Auto sie monatlich kostet? Ein Blick auf die Benzinanzeigen führt es uns ja regelmäßig vor die Augen. Aber angesichts anderer Kosten und der Tatsache, dass man auch nur den Kraftstoff zahlt, den man verbraucht, sind die Tankstellen sicher das kleinere Übel.

Ein Pkw verliert in der Regel jedes Jahr 10% seines Werts. Wenn man es genau nimmt, dann machen sie mit einem Mittelklassewagen mit einem Neuwert von 15.000€ jedes Jahr 1500€ Verlust. Dazu kommen Kfz-Steuern, Kaskoversicherungen, Reparaturen, die Haupt- und Abgasuntersuchung, Autoreifen und kleinere, aber sich auf Dauer bemerkbar machende Beträge für Parkplätze und Pflege.

Machen Sie sich doch einmal die Mühe und zählen sie alle Faktoren zusammen, um diese dann durch zwölf zu teilen.
Stellt man sich da nicht zwangsläufig die Frage: Lohnt sich ein eigenes Auto wirklich?

Die Alternative

Öffentliche Verkehrsmittel sind für viele Menschen keine annehmbare Alternative. Mit Bus und Bahn ist man unflexibler was Zeit, Ort und Transport von z.B. Gepäck oder Einkäufen betrifft.
Aber muss man wirklich selbst einen Pkw unterhalten, nur weil man nicht aufs Autofahren verzichten will?
Das ist absolut nicht der Fall. Neben teuren Taxis und Mietwagenangeboten gibt es das sogenannte Carsharing. Der Begriff beschreibt eine Art Fahrgemeinschaft, eine Gruppe von Leuten, die sich ein Auto teilt. Im Gegensatz zu privaten Fahrgemeinschaften können Kunden von Carsharing-Unternehmen die Pkws ganz flexibel nutzen. Keine langen Absprachen, keine Diskussionen, keine Verantwortung, kein Rechnen und Streiten wer welchen Betrag übernimmt.
Als Kunde zahlt man eine Kaution in Höhe von ca. 200€, die man zurückbekommt, sobald man den Service nicht mehr nutzen möchte. Zusätzlich wird ein geringer monatlicher Mitgliedsbetrag fällig.
Benötigt man ein Auto, kann man dieses bequem im Internet oder telefonisch buchen und es von einem Parkplatz, der sich je nach Stadt ganz in der Nähe befindet, abholen.
Die Nutzung wird durch Kilometer- und Stundentarife abgebucht, die am Ende des Monats in Rechnung gestellt werden.

Für wen lohnt sich Carsharing?

Das Teilen von Pkws ist in den meisten Fällen günstiger als ein Privat- Leasing- oder Mietwagen, da die oben genannten Fixkosten und der Werteverlust auf alle Mitglieder aufgeteilt werden. Sie zahlen also lediglich den Kraftstoff und den kleinen Anteil aller festen Kosten, den sie wirklich verbrauchen.
Einem Privatwagen ist es egal, ob sie regelmäßig fahren oder nicht. Er möchte trotzdem gewartet und versichert werden.
Wenn sie also relativ selten mit ihrem Auto unterwegs sind, ihn etwa nur zum einkaufen nutzen oder um hin und wieder ihre Eltern zu besuchen, die weiter entfernt wohnen, dann kann Carsharing viele finanzielle Vorteile bringen.
Das gleiche gilt für Firmen oder Freiberufler.

Weniger Sinn macht dieser Service für Menschen, die ein Auto für ihren Arbeitsweg benötigen oder für Vielfahrer.
Da die Carsharing-Nutzung stündlich abgerechnet wird, ist es ein Verlustgeschäft den Wagen mehrere Stunden ungenutzt vor der Arbeitsstelle stehen zu lassen.
Und da hinter Carsharing auch Mitarbeiter stehen, werden deren Gehälter natürlich in den Tarifen und Mitgliedbeiträgen eingerechnet. Menschen, die ihr Auto täglich nutzen sollten sich also ausrechnen, ob diese Aufschläge immer noch günstiger sind, als die jährliche Vollbelastung durch Fixkosten.

Alle Vorteile im Überblick

Carsharing ist umweltbewusst und in allen größeren Städten vertreten. Sie müssen keinen Parkplatz mieten, das Auto nicht reinigen, keinen Reifenwechsel vornehmen und auch nicht zur Werkstatt fahren. Für jede Gelegenheit haben sie einen passenden Fuhrpark. Einen Stadtflitzer zum Einkaufen oder auch einen Transporter, wenn sperrige Dinge befördert werden müssen.
Wenn sie Autos bewusster, das heißt seltener nutzen wollen, dann können sie mit Carsharing sehr viel Geld sparen.




One Response to Carsharing

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