Auch wenn für gesetzlich versicherte ein Einheitsbetrag von 14,9% festgesetzt worden ist, können bare Euros gespart werden. Denn den Krankenkassen steht es offen jährliche Beträge an ihre Versicherten auszuzahlen.
Ende Juli ist eine Regelung in Kraft getreten, nach der langfristig alle Kassen das sogenannte Hausarztmodell anbieten müssen. Bei diesem kann sich der Versicherte freiwillig in schriftlicher Form verpflichten im Krankheitsfall immer erst den Hausarzt aufzusuchen – und diesen ohne wichtigen Grund nicht zu wechseln. Die können dadurch Selbstdiagnosen, Doppeluntersuchungen und teure, unnötige Facharztbesuche verhindern, und bieten im Gegenzug attraktive Anreize. So kann die Praxisgebühr etwa verringert oder ganz weggelassen werden.
Weiterhin werben immer mehr Krankenkassen mit Bonusprogrammen. Geht der Versicherte zu wichtigen Vorsorgeuntersuchungen, lässt er sich impfen oder nimmt er an einem Sportprogramm teil, können Bonuspunkte gutgeschrieben werden, die entweder für Prämien oder für Geldrückzahlungen (bis zu 100€ und mehr) eingetauscht werden können.
Das macht gleich doppelt Sinn. Der Versicherte wird aktiv, um gesund zu bleiben und erhält dafür zusätzlich eine Belohnung mit Sachwert.
Während das Bonussystem bereits von vielen Krankenkassen integriert worden ist, steht das Hausarztmodell noch in den Startlöchern. Die BEK, AOK und die DAK gehören hier zu den Vorreitern.
Um genau das richtige Angebot für sich zu finden, kann man sich auf der Webseite www.gesetzlichekrankenkassen.de informieren, und anschließend einen Krankenkassenvergleich durchführen. Ein Wechsel ist mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten nach 18-monatiger Mitgliedschaft jederzeit möglich. Damit hat auch der gesetzlich Versicherte die Möglichkeit Gesundheitsangebote genau nach seinen Bedürfnissen auszuwählen – und dabei noch zu sparen.
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