Günstig kochen – Das Hartz IV-Kochbuch

Ja, mit Hartz IV ist man selten in der Lage große Sprünge zu machen. Wenn die Frage aber nicht lautet „Bekomme ich zu wenig?“, sondern „Wie mache ich aus wenig viel?“, dann ist das Ergebnis nicht selten überraschend.
So ging es Kurt Meier und Uwe Glinka, zwei arbeitslose Freunde, die es sich zum Ziel gemacht haben trotz geringer Regelsätze jeden Tag gesundes Essen auf den Tisch zu bringen.

4,40 Euro wird einem Hartz IV-Empfänger pro Tag für Lebensmittel zur Verfügung gestellt. Das hört sich natürlich wenig an.
Doch mit folgenden Tipps haben die beiden Männer es geschafft:

1) Frisch kochen
Vorgekochte Gerichte und typisches Fastfood sind nicht nur teuer, sondern auch ungesund. Auch wer über keine großen Kochkünste verfügt, kann in kürzester Zeit leckere Gerichte zaubern.

2) Nur einmal die Woche einkaufen gehen
Wer mehr als einmal die Woche einkaufen geht, läuft Gefahr zu oft Dinge mitzunehmen, die er gar nicht braucht. Da sind die Geschäftsleute sehr ausgeklügelt, denn die Dinge in Supermärkten sind so angereiht, dass sie die menschliche Psyche überlisten und in Versuchung führen wollen. (Mehr dazu hier)

3) Langfristig planen
Es ist wichtig sich einen Essensplan für die Woche zu machen und Lebensmittel effizient zu nutzen. Es macht wenig Sinn saure Sahne zu kaufen, die Woche über aber nur einen Esslöffel davon zu benötigen. Man kann sollte sich bei allen Lebensmitteln die Frage stellen, wie viel davon übrig bleibt und welches andere Gericht man daraus noch kochen könnte.

4) Saisonal einkaufen
Im Winter ist es günstiger, wenn man für bestimmtes Obst und Gemüse Konserven oder Tiefkühlwaren verwendet. Achten Sie darauf wann welche Sorten Saison haben – sie sind dann billiger.

5) Preise vergleichen
Zu guter Letzt kommt man natürlich nicht darum herum Preise zu vergleichen. Verlassen Sie sich dabei nicht auf die Werbebotschaften der Supermärkte. Auch im Aldi können diverse Lebensmittel überteuert angeboten werden.

Das Hartz IV-Kochbuch

sparkochbuch

8,95€ - erschienen bei Egmont Vgs

Nachdem Kurt Meier und Uwe Glinka ihr Einkaufsverhalten analysiert und geändert haben, recherchierten sie in alten Rezeptbüchern. Sie fragten sogar beim Landesfrauenverband an, um die sogenannten Nachkriegsgerichte ausfindig zu machen. Denn diese sind unschlagbar im Preis bodenständig, gesund und machen satt.

Dabei stießen sie auf so viele leckere Gerichte und kreative Ideen, dass sie kurzerhand beschlossen haben eine Broschüre herauszubringen.
Etwas später fragte auch ein Verlag an und sie brachten „Das Sparkochbuch“, das sogenannte Hartz IV-Kochbuch auf dem Markt. 75 einfache Gerichte sind darin zu finden, die Einkäufe in Feinkostgeschäften und asiatischen Gewürzläden überflüssig machen.
Hier kann man sich einmal ein Beispielrezept ansehen und sich davon überzeugen, dass 4,40€ pro Tag möglich sind.
Zwei Brötchen, Spiegelei, Obst und Kaffee am Morgen, Putengulasch mit Reis zum Mittag, Brot mit Käse und Schinken am Abend – das hört sich nicht nach hungern an, oder?
Für 4,15€ kann man es sich nicht nur leisten, sondern hat dabei sogar noch gespart.

Nicht nur für Hartz IV-Empfänger

Die Rezepte sind nicht nur für Arbeitslose wertvoll, sondern für alle, die aufs Geld achten müssen.
Darüber hinaus handelt es sich nicht nur um einen Sparplan, sondern auch um eine gute Möglichkeit fit und gesund zu bleiben. Man kann essen, bis man satt ist, aber nicht, bis man platzt, wie der Volksmund es so schön sagt. Leckereien wie Kuchen, Schokolade und Pizza müssen bewusst eingeplant werden, um mit dem Geld auszukommen.
Angesichts der Tatsache, dass Adipositas, Diabetes und Bluthochdruck Volkskranken sind, die durch übermäßiges und ungesundes Essen verursacht werden, kann man nur dankbar sein, wenn man eine Möglichkeit gefunden hat, sich selbst zu maßregeln.

Wer die Broschüre oder das Kochbuch bestellen möchte, sollte einmal einen Blick auf die Homepage der beiden Männer werfen: diesparratgeber.de

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