Wenn man sich mit Geld und Wirtschaft beschäftigt, dann kommt man nicht an ihr vorbei: an der aktuellen Finanzkrise. Kaum jemand kann dieses Wort noch ertragen, aber die Symptome lassen sich nicht leugnen.
Besonders Anleger sind betroffen. Fast wöchentlich passen die Banken ihre Zinsen an, mit denen bei konservativen Anlagen, unter Beachtung der Inflationsrate, kein Vermögensaufbau mehr möglich ist.
Doch was tun? Sind Spekulationen, etwa an der Börse, zu Krisenzeiten ratsam?
Es mag abwegig klingen, aber unter Vorbehalt kann man das mit einem ja beantworten.
Viele Anleger springen auf den Erfolgszug auf, um dann bei einem möglichen Verlust panikartig abzuspringen. Das bringt unter Umständen einige Renditen ein, mit Gewissheit aber viel Stress und nasse Hände.
Eine unausgesprochene Weisheit sagt man solle kaufen, wenn alle verkaufen. In der Krise liegt die Chance. Ganz so einfach, wie es sich anhört ist es zwar nicht, aber ein wahrer Kern ist vorhanden.
Ist man allerdings ein Neuling im Haifischbecken der Finanzspekulationen, ist es ratsamer sich zunächst einmal auf Fonds, etwa Aktienfonds zu konzentrieren, als direkt ins kalte risikoreiche Wasser zu springen.
Denn pauschal gesehen hat man mit dieser Anlageform in den letzten 20 Jahren rund 5x mehr Gewinn eingefahren, als mit soliden Anlagen, wie Festgeld oder Tagesgeld.
Was genau sind Fonds?
Als Fond bezeichnet man einen Bestand von Finanzanteilen, der von Kapitalgesellschaften betreut wird. In diesem Topf werden Gelder von allen Fondmitgliedern gebündelt und nach bestimmten Kriterien investiert.
Man unterscheidet zwischen progressiven und konservativen Fonds. Als besonders risikoarm gelten etwa die Rentenfonds, die nur in festverzinslichen Wertpapieren investieren. Aktien und Immobilienfonds sind zwar mit höheren Risiken verbunden, allerdings sind diese durch die Streuung und die prozentual niedrigen Anlagen in vielen verschiedenen Aktien um ein vielfaches geringer, als würde man direkt in einzelne Wertpapiere investieren.
Je höher die Streuung ist, desto geringer ist das Risiko; leider aber auch die Rendite.
Wer gleichzeitig wagen und sich absichern will, hat die Möglichkeit in Mischfonds zu investieren. Dabei handelt es sich, wie der Name bereits sagt, um eine Mischung der verschiedenen Fondsanlagen. Risiken, die man mit Aktienfonds eingeht, können durch feste Renditen der Rentenfonds ausgeglichen werden.
Ein lohnendes Geschäft?
Durch die derzeitige Wirtschaftsflaute sind die Einstiegskurse so niedrig, wie noch nie. Wer jetzt investiert hat zwar keine Gewissheit, dass die Krise sich reguliert und die betroffenen Unternehmen sich schnell erholen, allerdings sind große Verlustgeschäfte mit den günstigsten Aktienfonds kaum möglich.
Am besten lässt man sich von einem Mitarbeiter der Hausbank beraten und entscheidet sich dann für Fonds, welche in Unternehmen investieren, die von der Finanzkrise betroffen sind und deshalb günstige Anteile verkaufen; oder für Unternehmen, die von der Krise profitiert haben bzw. in absehbarer Zeit profitieren werden.
Tipp – Ökofonds
Einer dieser Gewinner sind Unternehmen, die auf alternative Energien setzen.
Längst gehören Ökofonds, die sogenannten grünen Fonds nicht mehr zu den Insidertipps. Durch steigende Öl- und Gaspreise erhöht sich die Nachfrage nach Wind- und Solarenergie oder Biogas. Investierende Unternehmen wollen mehr Unabhängigkeit und eine höhere Preisstabilität.
Schwarz auf weiß zeigt der Natur-Aktien-Index, der Unternehmen mit alternativen Energieformen berücksichtigt, diese Entwicklung auf. In den letzten Monaten stieg er um 11,34 Prozent. Detaillierte Informationen dazu finden sich auf oekofonds-vergleich.de.
Fazit
Sich in der Krise seine Nische suchen, lautet das Motto. Wer flexibel agiert und ein wenig Interesse mitbringt, kann sein Geld auch in wirtschaftsschwächeren Zeiten lukrativ anlegen.
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