Lohnt sich die Riester Rente?

Da die gesetzliche Rente für die junge Generation nicht mehr ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrecht zu erhalten, ist daher Eigenvorsorge vonnöten. Durch die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung hat die Bundesregierung im Jahre 2000 beschlossen, zusätzlich die private Altersvorsorge mit staatlichen Zulagen zu fördern.
Voraussetzung für die Gewährung der Zulage ist, dass ein speziell für die Riester-Rente zertifizierter Altersvorsorgevertrag abgeschlossen wird. Mit diesem Vertrag garantieren die Versicherer dem Versicherten, dass zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beiträge sowie die Zulagen ausgezahlt werden. Zudem darf die Auszahlung nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres erfolgen. Die Rente muss als Leibrente ausgezahlt werden; alternativ ist auch ein Auszahlungsplan möglich, der mit einer Leibrente verbunden ist.

Damit ein Versicherter aber überhaupt in den Genuss der staatlichen Förderung kommt, muss er selbst Beitragszahler in die gesetzliche Rentenversicherung sein. Zudem erhalten Bezieher von Kranken- und Arbeitslosengeld sowie Kindererzieher und Ehepartner die Zulage.
Die Höhe der Zulage richtet sich nach den eingezahlten Beiträgen sowie der Anzahl förderungswürdiger Personen. Um in den Genuss der vollen Förderung zu kommen, muss ein Arbeitnehmer ab dem Jahr 2008 4 % seines Bruttoeinkommens in den Vertrag einzahlen. Bei Unterschreiten dieser Grenze wird die Förderung, die im Übrigen ohne Umwege direkt in den Vertrag eingezahlt wird, nur anteilig gewährt. Zudem ist der Vertrag gedeckelt, d.h. es dürfen maximal 2100 € pro Jahr in den Vertrag eingezahlt werden, die Zulagen mit eingerechnet.

Daher lohnt sich ein Riester-Vertrag hauptsächlich für Personen mit einem geringen Einkommen und vielen Kindern. Denn die Grundzulage in Höhe von 154 € für Singles bzw. 308 € für Ehepaare wird ergänzt durch die Kinderzulage von 185 € je Kind bzw. 300 € für Kinder ab dem Geburtsjahrgang 2008. Unter Berücksichtigung des Steuervorteils ist es daher durchaus denkbar, dass nur ein kleiner Eigenanteil in den Vertrag eingezahlt werden muss, um die volle Förderung zu erhalten.




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