Mit der Riester-Rente selbstständig machen!

Für Angestellte ist die Riester Rente aufgrund der staatlichen Zuglagen und zusätzlichen Steuervorteile derzeit die erste Wahl bei der Altersvorsorge. Was aber passiert wenn man die Riester-Rente abschließt, irgendwann kein Angestellter mehr ist und sich beispielsweise selbstständig macht? Da die Riester-Rente speziell für Angestellte konzipiert ist, verlieren Selbstständige in den meisten Fällen leider ihr Recht auf die staatliche Förderung.

Ausnahmen:

  • Per Gesetz Rentenversicherungspflichtige Selbstständige können weiterhin mit Riester vorsorgen.
  • Dazu zählen z.B. Journalisten, Künstler, Grafiker oder Regisseure die bei der Künstlersozialkasse versichert sind.
  • Auch freiberufliche Lehrer oder Erzieher die gesetzlich verpflichtet sind in die Rentenkasse einzuzahlen, können weiterhin Riestern.

Für alle anderen Selbstständigen gilt

  • Den Riester Vertrag ruhen lassen/beitragsfrei stellen lassen: Während der Selbstständigkeit pausiert man die Zahlungen. Falls die Selbstständigkeit nicht gut läuft und man eines Tages wieder als Angestellter arbeitet , kann der Vertrag ggf. wieder aufgenommen werden. Während der Vertrag ruht, fallen laufende Vertragskosten mit dem Riester-Anbieter an. Diese sind bei Banksparplänen wegen dem niedrigeren Betreuungsaufwand günstiger als bei Fondssparplänen.
  • Den Riester Vertrag kündigen und auszahlen: Wer den Vertag kündigt um mit dem ersparten z.B. die Selbstständigkeit zu finanzieren, muss die bisherigen Steuervorteile und staatlichen Zulagen zurückzahlen.
  • Riester-Rente und Hartz 4: Wer sich selbstständig macht, geht generell ein höheres Risiko ein als Angestellte. Wenn das Geschäft schlecht läuft und man gezwungen ist Hartz 4 zu beantragen, ist die Riester-Rente von der Anrechnung als Vermögen bei Hartz IV befreit und wird somit nicht gepfändet! Einen solchen Vorteil hat keine andere Vorsorgeform!




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